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Wurst,  Menschen, Musik und die Zukunft.
Dazu ein paar Sätze.
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</description><title>Florian Siepert</title><generator>Tumblr (3.0; @nachdienstschluss)</generator><link>http://floriansiepert.com/</link><item><title>Streets is talking</title><description>&lt;img src="http://27.media.tumblr.com/tumblr_l4gkusaFE11qzu85ro1_500.jpg"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p&gt;Streets is talking&lt;/p&gt;</description><link>http://floriansiepert.com/post/876238507</link><guid>http://floriansiepert.com/post/876238507</guid><pubDate>Thu, 29 Jul 2010 21:17:04 +0200</pubDate></item><item><title>Rezept: Auberginenschwein Hunan</title><description>&lt;p&gt;Mit Regionalküchen verhält es sich wie folgt: Je größer die Distanz des Essenden zur Ausgangsregion, umso hilfreicher ist es, wenn der Ursprungsort eines Gerichts einen hohen, postiv belegten Bekanntheitsgrad hat. Deswegen gibt es keine Utah Rolls und keine Braunauer Klopse in den meisten Restaurants.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun mag das in diesen beiden Fällen kein Verlust sein. Ich empfinde es aber als sehr unglücklich, dass gastronomisch wundervolle Regionen wie Franken es so schwer haben: “Do you remember Henry Kissinger? Or Greuther Fürth? They play in Germany’s second division and… Oh, fuck it, here’s your Wiener Schnitzel.”&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In China scheint dieses unglückliche Los auf Hunan zu fallen. Heimatlandstrich von Chairman Mao (siehe Braunauer Klopse) und sonst: nichts. Wenn es nicht vor Jahren ein winziges Restaurant in Neukölln namens “Tangs kleiner Laden” gegeben hätte, in dem einer der beiden Köche richtig gute Hunaneser Hausmannskost auf die Tageskarte zu schreiben pflegte, dann hätte auch ich nie etwas von der Provinz zwischen Nan Ling und der Seenplatte vor Hubei gehört. Die Mischung aus aromatisch, deftig und tiefwürzig vieler Gerichte der Gegend sollte eigentlich ausreichend sein, das zu ändern. Jetzt liegt Tangs Kantine in Kreuzberg und sie kochen “Echte Shanghai-Küche”. Q.E.D.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da ich also nicht davon ausgehe, in den nächsten Jahren noch einen Hunan-Chinesen zu finden, erarbeite ich mir das Thema Stück für Stück selbst. Mein geliebtes Auberginenschwein ist mittlerweile in einem Zustand, der kommunizierbar ist. Für vier Personen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwei &lt;strong&gt;Auberginen&lt;/strong&gt; in 1cm-Scheiben schneiden, großzügig salzen und auf ein Sieb geben. Eine Stunde stehen lassen. Drei mittlere &lt;strong&gt;Zwiebeln&lt;/strong&gt; in feine Ringe schneiden, zusammen mit zwei kleingehackten &lt;strong&gt;Knoblauchzehen&lt;/strong&gt; und einem ebenfalls fein geschnittenen, daumengroßen Stück &lt;strong&gt;Ingwer&lt;/strong&gt; in &lt;strong&gt;Erdnussöl&lt;/strong&gt; anschwitzen und dann bei ganz leichter Hitze schmelzen lassen, gute zwanzig Minuten. 500 Gramm &lt;strong&gt;Schweinehack VOM METZGER&lt;/strong&gt; in Erdnussöl bei starker Hitze braten. Währenddessen einen Esslöffel &lt;strong&gt;Szechuan-Chili-Bohnen-Paste&lt;/strong&gt; zu den Zwiebeln geben, ich vertraue hier auf die Chengdu-Wangfeng-Foodstuff Corporation. Das Hack ebenfalls zu den Zwiebeln geben, die Pfanne auswischen und mit neuem Öl wieder erhitzen. Jetzt die ausgedrückten Auberginen braten, bis sie schön Farbe genommen haben. Ebenfalls zu Hack und Zwiebeln geben. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alles mit zwei EL &lt;strong&gt;dunkler Sojasauce&lt;/strong&gt; und einer Tasse &lt;strong&gt;Kalbsfond&lt;/strong&gt; ablöschen. Einige Minuten sanft einkochen lassen und wenn vonnöten mit etwas &lt;strong&gt;Maisstärke&lt;/strong&gt; abbinden. Mit wenig &lt;strong&gt;Sesamöl&lt;/strong&gt;, einer entkernten und feingehackten &lt;strong&gt;Chili&lt;/strong&gt;, einem EL frisch gemörsertem &lt;strong&gt;Szechuanpfeffer&lt;/strong&gt; und wenn nötig &lt;strong&gt;Salz&lt;/strong&gt; abschmecken. Mit &lt;strong&gt;Reis &lt;/strong&gt;und dem Bewusstsein, tief im kulinarischen Underground zu agieren, servieren.&lt;/p&gt;</description><link>http://floriansiepert.com/post/828184073</link><guid>http://floriansiepert.com/post/828184073</guid><pubDate>Sun, 18 Jul 2010 18:05:14 +0200</pubDate><category>hunan</category><category>mao</category><category>braunauer klopse</category><category>auberginen</category><category>schwein</category><category>rezept</category></item><item><title>Tumblr Meetup Hamburg</title><description>&lt;p&gt;Hallo Tumblr,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Du bist die höfliche Software hinter diesem Blog. Du bist die endlose Pipeline von Bildern, die Tom Selleck mit belegten Brötchen unter Wasserfällen zeigen. Oder Keanu Reeves. Den traurigen Keanu Reeves. Du kostest mich keinen Cent und bringst mir Freude, Freunde und frische Brötchen. Okay, Du würdest mir frische Brötchen bringen, wenn  Software das könnte. Also: Dankesehr, Tumblr. Wenn Du auch Tumblr benutzt und in Hamburg und Umgebung wohnst, dann komm doch einfach am &lt;strong&gt;9. September 2010 um 19:30&lt;/strong&gt; ins &lt;a title="betahaus hamburg" href="http://betahaus-hamburg.de" target="_blank"&gt;betahaus Hamburg&lt;/a&gt;. Wir hängen mit unserer Lieblingssoftware rum und sind cool. Wenn Du eine Getränkefirma Dein eigen nennst: Sponsore die Veranstaltung doch!  Alles in allem wird es wohl sehr nett. Kommst Du auch?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;EDIT 23/07: Man kann sich jetzt auch in der offiziellen &lt;a title="Tumblr Meetup Hamburg betahaus" href="http://www.tumblr.com/meetup/1462" target="_blank"&gt;Tumblr-Meetup-Liste&lt;/a&gt; für den Abend eintragen. Macht das doch, dann kann ich die Veranstaltung besser vorbereiten:&lt;/p&gt;</description><link>http://floriansiepert.com/post/806534411</link><guid>http://floriansiepert.com/post/806534411</guid><pubDate>Tue, 13 Jul 2010 15:52:00 +0200</pubDate><category>tumblr</category><category>meetup</category><category>hamburg</category></item><item><title>Land</title><description>&lt;p&gt;Am 1. Juli 1984 bin ich mit meiner Familie in das oberbayerische Dorf Hohenbrunn gezogen. Die ersten sieben Jahre meines Lebens hatte ich in Essen-Rüttenscheid verbracht, ein guter Ruhrgebietsjunge, der Fahrradfahren auf einem Gefängnishof lernt, fünf Hustenarten unterschiedlicher Bronchialerkrankungen und 20 Modelle von billigen Gebrauchtwagen kennt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und jetzt: Land. Ich fand alles daran schlecht. Ich fand alles daran so schlecht, dass ich bis heute nur in äußerster Not in diese Gegend fahre. Wenn ich durchs polnische Kattowitz fahre denke ich lächelnd „Hier sind wir doch 1990 fast nach Deutschland zurückgeschickt worden, weil mein Vater mit einem ungültigen Pass zu reisen pflegte. Und gestunken hat das. Ahh, süßer Vogel Jugend.“ Wenn ich durch Oberbayern fahre, denke ich mir „Ich möchte alte Makrelen unter die Eternit-Panelen der Häuser schieben, in denen ihr die nachträglich eingebauten Terrakottafliesen schrubbt, als sei es euer Lebenszweck. Süßer Vogel Napalm.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seit 1994 habe ich wieder in Großstädten gelebt. In Hoxton haben die Nachbarskinder versucht, meinem Mitbewohner die Reifen vom Wagen zu stehlen, während das Haus neben uns abbrannte. In Kreuzberg gab es ein Nachbarschafts-Plenum, wenn die Schatten der neuen Pfeiler in der Einfahrt ein bisschen zu sehr wie Penisse aussahen. Als ich in Neukölln zum ersten Mal Vater wurde, habe ich gemerkt, dass mich die Penner vor dem Lidl gegenüber zu stören begannen, wenn sie nachts herumschrieen. Als wir nach Hamburg zogen, merkte ich, wie die Rauchschwaden ausstoßende Mutter der kleinen Kinder unter uns mich deprimierte. Ich merkte, wie ich einmal im Jahr auf ein Popkonzert, einmal in eine Photoausstellung, vier Mal essen und drei Mal ernsthafter Bier trinken gehe. Ich merkte, dass Hamburg wie Madonna ist: Eine Dame mittleren Alters, die es sich leisten kann, junge Talente einzukaufen, um sich einen neuen Look oder Klang zu verpassen, die aber trotzdem eine Dame mittleren Alters ist. Und dass meine Tochter Emmi am glücklichsten ist, wenn sie einfach durch die Gegend rennen kann und dabei „Laufi! Laufi!“ brüllt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seit dem ersten Juli 2010 wohnt unsere Familie in einem Haus am Waldrand in Horneburg an der Niederelbe. Wir liegen abends auf dem Sofa und sehen in den Wald, spielen im Garten, der Nachbar baut am kommenden Wochenende einen Zaun mit mir und unsere Milch kaufen wir beim Bauern. Wie ich das jetzt zu einem konsequenten Bogen zusammenführen soll? Fuck knows. Kommt doch einfach mal zum Grillen vorbei. &lt;/p&gt;</description><link>http://floriansiepert.com/post/776139616</link><guid>http://floriansiepert.com/post/776139616</guid><pubDate>Tue, 06 Jul 2010 10:38:12 +0200</pubDate><category>Hamburg</category><category>Berlin</category><category>Hoxton</category><category>Horneburg</category><category>Hohenbrunn</category><category>Kreuzberg</category></item><item><title>Chop, chop, choppedichop.</title><description>&lt;img src="http://26.media.tumblr.com/tumblr_l4raz5a5Lv1qabivio1_500.jpg"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p&gt;Chop, chop, choppedichop.&lt;/p&gt;</description><link>http://floriansiepert.com/post/750800946</link><guid>http://floriansiepert.com/post/750800946</guid><pubDate>Tue, 29 Jun 2010 22:09:41 +0200</pubDate></item><item><title>(via rejectednewyorkercartoons)</title><description>&lt;img src="http://24.media.tumblr.com/tumblr_l4a9nytW7c1qcpmreo1_r1_500.gif"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p&gt;(via &lt;a href="http://rejectednewyorkercartoons.tumblr.com/" target="_blank"&gt;rejectednewyorkercartoons&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;</description><link>http://floriansiepert.com/post/717987362</link><guid>http://floriansiepert.com/post/717987362</guid><pubDate>Sun, 20 Jun 2010 12:30:33 +0200</pubDate></item><item><title>Claus Peymann kotzt auf meine Hose</title><description>&lt;p&gt;Ich glaube, als Begleiter von zwei Schwangerschaften mittlerweile einen Überblick darüber zu haben, was genau in den letzten sechs Wochen noch leicht fällt: Nichts. In weiser Voraussicht haben wir deswegen in genau diesen Zeitraum den Umzug unserer Familie gelegt. Die Alternative, nur informationshalber, hätte darin bestanden, noch ein weiteres halbes Jahr über einem Seniorenpaar zu wohnen, dessen männlicher Teil keine Schwierigkeiten darin sieht, mit anwaltlicher Hilfe meine hochschwangere Frau nötigen zu wollen, den Kinderwagen nicht im Flur stehen zu lassen. Mit einem zwanzig Monate alten Kind und dem Planeten Pluto in der Magengegend ist es unproblematisch, jedes Mal alles in den Keller zu tragen. Die Seniorengattin beherrscht leider nur ein deutsches Wort, deswegen konnte ich sie noch nicht näher kennenlernen. Das Wort ist “Nazi”.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Behindert mich diese Offenbarung nicht eventuell darin, einen Nachmieter für die aktuelle Wohnung zu finden? Well, fuck that. Wir haben bereits zehn Kandidaten mitsamt Papieren an die &lt;a title="Saga GWG" href="http://www.saga.de/" target="_blank"&gt;Saga GWG&lt;/a&gt; weitergeleitet, die allerdings gedenkt die Wohnung nicht weiterzuvermieten, wenn wir nicht alle Bauschäden in Hamburg seit 1983 beseitigen. Als wir im letzten Jahr hier einzogen, haben wir einen Mietvertrag über eine renovierte Wohnung unterschrieben. Zwei Wochen vor Einzug wurde uns mitgeteilt, die Wohnung sei nicht fertig, wir könnten gerne einen Monat später einziehen. Das wäre - einen Monat Obdachlosigkeit in einer unbekannten Stadt mal außen vor gelassen - kein Problem gewesen, und so sind wir mit einem Vertrag über eine renovierte Wohnung in eine unrenovierte Wohnung eingezogen. Weil die Saga GWG aber ihre Mitarbeiter primär im Notfallzentrum für Amnesie rekrutiert, haben wir jetzt ein Problem. Wochen vor der Geburt meiner zweiten Tochter, 12 Tage vor unserem Umzug.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oh, und 12 Tage vor der Eröffnung des &lt;a title="Betahaus Hamburg" href="http://betahaus-hamburg.de" target="_blank"&gt;Betahaus Hamburg&lt;/a&gt;, eines wunderbaren Coworking Space im Schanzenviertel, an dessen Entstehung ich intensiv mitgewirkt habe. Die Eröffnung dieses großartigen Projekts werde ich mit einem Ortstermin der Saga GWG in unserer alten Wohnung feiern. Vielleicht gehe ich noch ein letztes Mal ins Bad und trinke dort einen Jägermeister.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oh, ich habe übrigens auch noch einen richtigen Beruf. Überraschenderweise bin ich nicht Schlafhöhlentester bei &lt;a title="Hagenbecks Tierpark" href="http://www.hagenbeck.de/" target="_blank"&gt;Hagenbecks&lt;/a&gt;. Er ist sehr schön, und ich übe ihn gerne aus, aber die möglichen zeitlichen Konflikte dürften sich erschließen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nein, ein Blog ist kein Kotzeimer. Aber das Bad war gerade besetzt. Excusez moi.&lt;/p&gt;</description><link>http://floriansiepert.com/post/715768076</link><guid>http://floriansiepert.com/post/715768076</guid><pubDate>Sat, 19 Jun 2010 21:10:42 +0200</pubDate><category>Saga GWG</category></item><item><title>The beauty of butter. via aspicandotherdelights: Butter It Up!...</title><description>&lt;img src="http://26.media.tumblr.com/tumblr_l3hjr3Bk6S1qabivio1_500.jpg"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p&gt;The beauty of butter. via &lt;a href="http://aspicandotherdelights.tumblr.com/post/662965212/butter-it-up-by-glen-h" target="_blank"&gt;aspicandotherdelights&lt;/a&gt;: &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/glenhsparky/4665910418/sizes/l/in/photostream/" target="_blank"&gt;Butter It Up!&lt;/a&gt; (by &lt;a href="http://flickr.com/photos/glenhsparky" target="_blank"&gt;glen.h&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;</description><link>http://floriansiepert.com/post/663375504</link><guid>http://floriansiepert.com/post/663375504</guid><pubDate>Fri, 04 Jun 2010 15:51:27 +0200</pubDate></item><item><title>Das neue Miike Snow Video. In Kingston gedreht. Mit einer der...</title><description>&lt;object width="400" height="254"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/YDhB5J_GO4w&amp;rel=0&amp;egm=0&amp;showinfo=0&amp;fs=1"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/YDhB5J_GO4w&amp;rel=0&amp;egm=0&amp;showinfo=0&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="254" allowFullScreen="true" wmode="transparent"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p&gt;Das neue Miike Snow Video. In Kingston gedreht. Mit einer der schönsten popkulturellen Referenzen der letzten Zeit. One and One, we’re having some fun. via &lt;a href="http://uvmann.com/post/656576328/miike-snow-rabbit-new-amazing-video-directed" target="_blank"&gt;uvmann&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</description><link>http://floriansiepert.com/post/656595145</link><guid>http://floriansiepert.com/post/656595145</guid><pubDate>Wed, 02 Jun 2010 15:11:52 +0200</pubDate></item><item><title>Wild, frei und gefährlich: Die Piratenpartei</title><description>&lt;p&gt;Ich kannte einmal einen jungen Mann. Er lebte wild, frei und gefährlich. Besonders wild, frei und gefährlich war es, wenn er sich mit seinen Freunden in mitteldeutschen Kleinstädten traf, um in Vampirkostümen nachts durch die Straßen zu laufen. Weil sie dann nämlich Vampire waren. Wild, frei und gefährlich. Die Vampire hatten ein Reglement für ihr Rollenspiel, um festzulegen, wer wann was und wie machen durfte. Sie hatten einen Koordinator, um festzulegen, wo und wann sie sich treffen wollten. Sie hatten einen wilden, freien und gefährlichen Kassenwart. Diese Samtumhänge nähen sich nicht von selbst. Es lässt sich hervorragend als Überleitung nutzen, dass dieser junge Mann mit seiner Mutter gemeinsam eine Agentur für politische Kabarettisten betrieb.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Piratenpartei hat also eine zehnstündige Wahlprozedur durchschritten, um festzustellen, dass sie sich am besten von fast noch jungen Männern in Technologieberufen vertreten sieht. Das war das letzte, was ich von ihr hörte. Davor gab es folgende Geschichten: Menschen innerhalb und außerhalb der Piratenpartei diskutieren darüber, ob Piratenpartei ein guter Name für die Piratenpartei ist. Es wird über mehrere Menschen diskutiert, die in Gremien der Piratenpartei sitzen und fürchterliche Sachen sagen. Es geht hauptsächlich darum, ob diese Menschen in den Gremien oder der Partei verbleiben dürfen. Ein Mann in Bremen schreibt in einer Pressemitteilung der Piratenpartei Bosheiten über einen Mann in Berlin. Es geht darum, ob der Mann in Bremen für die ganze Piratenpartei sprechen darf. Eine Frau betreibt eine Mailingliste für Frauen in der Piratenpartei. Es wird diskutiert, ob es gut oder schlecht ist, dass es in der Piratenpartei eine Mailingliste gibt, die sich nicht an alle Mitglieder wendet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Piratenpartei, um es kurz zu machen, ergeht sich in endlosen Strukturfragen. Im Rahmen der nordrhein-westfälischen Landtagswahl, war in Bezug auf Die Linke zu hören, der Parlamentarismus verändere die Parteien mehr als umgekehrt. Davor habe man sich als Linke zu hüten. Sie verstehen schon, man werde sonst genötigt, pragmatische Sachpolitik zu machen. Offensichtlich braucht man nicht einmal eine Machtoption, damit diese Mechanismen greifen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die repräsentative Demokratie hat lange Zeit wichtige Probleme gelöst: Es war schlicht nicht möglich, alle Interessierten an einer inhaltlichen Debatte in diese mit einzubeziehen. Räumlich, zeitlich, logistisch. Deswegen wurden Parteien gebildet, die große Strömungen in der Gesellschaft widerzuspiegeln suchten. Innerhalb dieser Parteien wurden teils informelle Gefüge geschaffen, um regionalen, inhaltlichen, oder Gender-Proporz zu wahren. Und diese Parteien bilden in den Parlamenten Ausschüsse, damit diejenigen Mitglieder, die sich einzelner Themen annehmen, mit ihren Counterparts anderer Parteien über ihre Spezialthemen sprechen können. Darum schwirren Lobbyisten, die Interessengruppen repräsentieren. Lange Zeit war dieses System alternativlos. Jetzt fehlen ihm seine Grundlagen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Clay Shirky hat seinem Buch &lt;em&gt;Here Comes Everybody&lt;/em&gt; den Untertitel &lt;em&gt;The Power Of Organizing Without Organizations&lt;/em&gt; gegeben. Im Prinzip beschreibt Shirky eines der großen Wunder des Internets: Menschen haben die Möglichkeit, sich direkt und ohne hierarchisch gegliederte Umwege miteinander auszutauschen, gemeinsame Ziele zu definieren und sie umzusetzen. Und dann? Gehen sie einfach wieder nach Hause und überlegen sich etwas Neues. Die zur Verfügung stehenden Technologien geben uns die Macht in die Hand, unsere Interessen selbst zu repräsentieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das bringt Parteien in eine Legitimationskrise, die sich auch in Zahlen ausdrückt: 59,3% Wahlbeteiligung in Nordrhein-Westfalen. Bald kann es die Norm sein, dass weniger als die Hälfte der Wahlberechtigten an Abstimmungen teilnimmt. Ich glaube, dass es durchaus Sinn macht, wählen zu gehen, solange durch Wahlen direkte sachpolitische Entscheidungen ausgelöst werden. Aber die Notwendigkeit eines Neudenkens etablierter Strukturen wird dadurch nicht entfernt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich hätte die Piratenpartei ein konkreter Gegenentwurf sein müssen: Ein Haufen lose verbundener Menschen, die sich für einzelne Prozesse im gesellschaftlichen Paradigmenwechsel Dinge ausdenkt und diese ausprobiert. Die Menschen hinter der Partei müssen um die Möglichkeiten der losen, niedrigschwelligen Beteiligung wissen, die das Internet bietet. Ich hoffe es zumindest, ansonsten machen sie sich für etwas stark, was sie selbst nicht verstanden haben. Sie hätten keine Telefonzentrale gebraucht und keinen Schatzmeister, ja nicht einmal einen Namen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es wird kaum nachvollziehbar sein, ob die Petition gegen das Zugangserschwerungsgesetz dafür mitverantwortlich war, dass dieses Gesetz nicht umgesetzt wird. Zumindest aber hat sie  allen Interessierten die Möglichkeit gegeben, sich detailliert über die Sachlage zu informieren und zu erkennen, dass viele Menschen eine bestimmte Sicht auf das Thema, die im parlamentarischen Diskurs kaum vorkam, unterstützen. Man kann es den größten inhaltlichen Erfolg um digitale Belange in der Gesellschaft nennen. Er wurde von einer parteilosen Neunundzwanzigjährigen initiiert, von einer bunten Melange an Menschen unterstützt und so weit in das politische System getragen, wie es dieses eben zulässt. Und weit darüber hinaus, was vermutlich viel wichtiger ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber die Piratenpartei wollte ja eine richtige Partei sein. Mit all dem Kaninchenzüchterpomp, den längst überfällige, überalterte Strukturen so mit sich bringen. Jetzt können sie die Probleme, die sie einmal angehen wollen, nicht einmal mehr auf ihren Parteitagen formulieren. Weil die Strukturen, die nichtexistente Probleme lösen, zuviel Zeit in Anspruch nehmen. Wild, frei und gefährlich.&lt;/p&gt;</description><link>http://floriansiepert.com/post/609574916</link><guid>http://floriansiepert.com/post/609574916</guid><pubDate>Tue, 18 May 2010 10:51:13 +0200</pubDate><category>Piratenpartei</category></item><item><title>via successisnotanoption
meine misanthropie meldet sich aktuell...</title><description>&lt;img src="http://26.media.tumblr.com/tumblr_l2dk41Z1Y91qzgzl4o1_500.jpg"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://successisnotanoption.tumblr.com/post/595976723/tough-life" target="_blank"&gt;via successisnotanoption&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;meine misanthropie meldet sich aktuell wieder etwas häufiger zu wort. über diesen ausbund an schriftsprachunfähiger selbstgerechtigkeit lässt sich allerdings nur ein mantel des schweigens legen. ungefähr in der größe polens.&lt;/p&gt;</description><link>http://floriansiepert.com/post/598797459</link><guid>http://floriansiepert.com/post/598797459</guid><pubDate>Fri, 14 May 2010 21:47:00 +0200</pubDate></item><item><title>Ethan Zuckerman kann alles, was ich nicht kann.</title><description>&lt;p&gt;Am vergangenen Sonntag bin ich, wenn auch krank, übernächtigt und im geruhsamen Ambiente eines internationalen Flughafens, daran gescheitert, das Phänomen der ROFLcon erschöpfend zu erklären. Zu meinem Glück und meiner Rettung hat Ethan Zuckerman vom Berkman Center for internet and society mittlerweile in seinem Blog eine kurze Einschätzung der Veranstaltung und vor allen Dingen seine Keynote veröffentlicht. Kurz gesagt: Alles, woran ich gescheitert bin, schafft Ethan mit links. Sein Vortrag beginnt wie folgt:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;“It’s not easy being an academic at a conference like ROFLCon. The stars  are the folks who’ve done something wonderful, weird, unforgetable, or  so wonderfully weird it’s unforgetable. Those of us who are trying to  make observations about the field feel a little like musicologists  studying Bach – we can study his compositions exhaustively, but we’re  acutely aware that we’re not going to write a mighty fugue. No matter  how much I might study internet memes, I know I’m never going to  accomplish something as majestic as keyboard cat… and I have to live  with that truth every day of my life.”&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Ethan Zuckerman ROFLcon" href="http://www.ethanzuckerman.com/blog/2010/05/03/roflcon-from-weird-to-wide/" target="_blank"&gt;Eine dringende Leseempfehlung.&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://floriansiepert.com/post/575690542</link><guid>http://floriansiepert.com/post/575690542</guid><pubDate>Thu, 06 May 2010 10:08:00 +0200</pubDate><category>ROFLcon</category><category>Ethan Zuckerman</category></item><item><title>The internet is here.</title><description>&lt;p&gt;Ich sitze in Boston am Flughafen, habe soeben eine halbe Stunde mit dem Kopf an einen Telefonhörer gelehnt geschlafen und bin sehr erkältet. Ah, und ich fühle mich trotzdem fantastisch. Ich habe die letzten Tage auf der &lt;a title="roflcon" href="http://roflcon.org" target="_blank"&gt;ROFLcon&lt;/a&gt; verbracht. Das wird für Menschen, die sich nicht regelmäßig in den Untiefen des Mediums aufhalten, sehr schwer zu erklären sein, aber ganz grundlegend treffen sich dort Wissenschaftler und Menschen, die lustige Dinge in Katzenfotos hineinschreiben und unterhalten sich über die Zukunft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch und vor allen Dingen das letzte Panel am gestrigen Abend war vermutlich einer der schönsten Momente, seit ich das Medium Internet benutze. Die Selbstverständlichkeit, mit der dort 99% der Debatten ausgelassen werden, die deutsche Webkonferenzen dominieren, war von einer inspirierenden Leichtigkeit, die mich noch einige Wochen tragen wird. Die entscheidenden Themen will ich hier nur sehr kurz anschneiden:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anonymität als wichtiger Wert: Entgegen der Facebookdoktrin der höchsttransparenten Identifizierbarkeit alle Nutzer argumentiert m00t von 4chan, dass es genau das Gegenteil ist, das neue inhaltliche und persönliche Möglichkeiten schafft. Zudem hebelt eine Anonymisierung sämtliche sozialen Mechanismen persönlicher Geltungsbedürfnisse aus. Es bleibt ein gemeinsames Arbeiten für das Medium als Selbstzweck, gleichzeitig hochkreativ und mit allen Extremzuständen menschlicher Kommunikation aufgeladen. Ich verzichte dementsprechend dann auch auf einen Link. /b/ ist nicht für jeden Menschen geschaffen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Ende der Anwälte: Ben Huh von &lt;a title="lolcats" href="http://icanhascheezburger.com/" target="_blank"&gt;Icanhazcheeseburger&lt;/a&gt; spricht über die Unmöglichkeit, in einem zukunftsgewandten Internet auf dem Klageweg Ziele zu erreichen. Offene, direkte Kommunikation löst in einer posturheberrechtlichen Welt das Spiel der Kräfte vor Gericht ab. Und alles wird viel, viel einfacher.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Meme als Sprache: Die Herren &lt;a title="Know your meme" href="http://knowyourmeme.com" target="_blank"&gt;Know your meme&lt;/a&gt; sehen Meme als sprachliche Elemente, als elaborierte Kommunikationsmittel zwischen Menschen. Das Downfall-Meme wird in großer Tiefe diskutiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich merke schon beim Schreiben, wie ich an einer Beschreibung dieser wunderbaren, positiven Diskussion scheitere. Vielleicht erschließt sich diese hervorragende Welt noch am Besten über Greg Rutters &lt;a title="you should have seen this" href="http://www.youshouldhaveseenthis.com/" target="_blank"&gt;list of things you should have seen on the internet unless you’re old or a loser or something&lt;/a&gt;. Und über ein &lt;a title="The internet" href="http://www.flickr.com/photos/pete-karl/4570663481/in/pool-1443853@N22" target="_blank"&gt;Bild&lt;/a&gt;. Denn ganz ehrlich: Bei wie vielen Paneldiskussionen nehmen sich die Teilnehmer am Schluss gegenseitig in den Arm?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dankeschön, du wunderbare Firma &lt;a title="mindmatters" href="http://mindmatters.de" target="_blank"&gt;mindmatters&lt;/a&gt;, dass Du genau solche Reisen ermöglichst. I bow to thee.&lt;/p&gt;</description><link>http://floriansiepert.com/post/566441899</link><guid>http://floriansiepert.com/post/566441899</guid><pubDate>Sun, 02 May 2010 22:34:25 +0200</pubDate><category>roflcon</category><category>boston</category><category>internet</category></item><item><title>Ein kleiner Junge und sein Vater erzählen 500 Leuten, wie sie...</title><description>&lt;img src="http://28.media.tumblr.com/tumblr_l1ps6cBxlQ1qz9w7vo1_500.jpg"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p&gt;Ein kleiner Junge und sein Vater erzählen 500 Leuten, wie sie vor einiger Zeit mal beim Zahnarzt waren. Ich bin auf der ROFLcon in Boston und das Leben ist wunderwunderschön.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/medigirol/4566285879/in/pool-roflcon" target="_blank"&gt;David Devore Jr. &amp; Sr.&lt;/a&gt; (by &lt;a href="http://flickr.com/photos/medigirol" target="_blank"&gt;medigirol&lt;/a&gt;, via &lt;a href="http://urlesque.tumblr.com/post/562019083/david-devore-jr-sr-david-after-dentist-by" target="_blank"&gt;urlesque&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;</description><link>http://floriansiepert.com/post/562221959</link><guid>http://floriansiepert.com/post/562221959</guid><pubDate>Sat, 01 May 2010 04:39:00 +0200</pubDate></item><item><title>Affentrophäe als Robert Mugabe. Pieter Hugo ist sehr sehr gut.</title><description>&lt;img src="http://29.media.tumblr.com/tumblr_l1cgc1KMr31qztycxo1_500.jpg"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p&gt;Affentrophäe als Robert Mugabe. Pieter Hugo ist sehr sehr gut.&lt;/p&gt;</description><link>http://floriansiepert.com/post/543683772</link><guid>http://floriansiepert.com/post/543683772</guid><pubDate>Fri, 23 Apr 2010 21:19:12 +0200</pubDate></item><item><title>Erste Genderfragen: Hallo, Frau Netzer!</title><description>&lt;span id="video_player_542886026"&gt;[&lt;a href="http://www.adobe.com/shockwave/download/download.cgi?P1_Prod_Version=ShockwaveFlash" target="_blank"&gt;Flash 10&lt;/a&gt; is required to watch video.]&lt;/span&gt;&lt;script type="text/javascript"&gt;renderVideo("video_player_542886026",'http://floriansiepert.com/video_file/542886026/tumblr_l1bt232KOr1qztycx',400,300,'poster=http%3A%2F%2Fmedia.tumblr.com%2Ftumblr_l1bt232KOr1qztycx_frame1.jpg,http%3A%2F%2Fmedia.tumblr.com%2Ftumblr_l1bt232KOr1qztycx_frame2.jpg,http%3A%2F%2Fmedia.tumblr.com%2Ftumblr_l1bt232KOr1qztycx_frame3.jpg,http%3A%2F%2Fmedia.tumblr.com%2Ftumblr_l1bt232KOr1qztycx_frame4.jpg,http%3A%2F%2Fmedia.tumblr.com%2Ftumblr_l1bt232KOr1qztycx_frame5.jpg')&lt;/script&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p&gt;Erste Genderfragen: Hallo, Frau Netzer!&lt;/p&gt;</description><link>http://floriansiepert.com/post/542886026</link><guid>http://floriansiepert.com/post/542886026</guid><pubDate>Fri, 23 Apr 2010 12:57:20 +0200</pubDate><category>Günther Netzer</category></item><item><title>The day Bob died</title><description>&lt;p&gt;Die letzten zwei Jahre sind durchdrungen von Leben: Kinder! Gärten! Tiere! Flüsse! Jeden Morgen wird um sechs Uhr dreißig wieder das ganze Füllhorn der Lebendigkeit über mir ausgeschüttet. Ich bin dankbar dafür. Eine schönere Welt als die, in der einem ständig frische Äpfel vor die Füße fallen und in der meine Tochter mir laut schreiend in Gartencafes erklärt, welche Farbe die Stühle haben, kann es nicht geben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mindestens genau so dankbar bin ich aber der unter dem Namen &lt;em&gt;Califmom&lt;/em&gt; schreibenden Bloggerin &lt;a title="Califmom" href="http://califmom.com" target="_blank"&gt;Leah&lt;/a&gt;, die in den letzten Monaten mit großer Eindringlichkeit und gleichzeitig mit wunderbarem Humor die Krebserkrankung ihres Mannes begleitet hat. Leah und Bob haben gekämpft und geliebt und nie, nie, nie resigniert, auch als klar wurde, dass Bob nicht mehr gesund werden würde. &lt;a title="Califmom on Twitter" href="http://twitter.com/califmom/status/12390486584" target="_blank"&gt;Heute ist er gestorben&lt;/a&gt;. Ich bin Leah und ihrer Familie so unermesslich dankbar dafür, dass sie viele Menschen mitgenommen hat in diesen Teil der Welt, vor dem man mit Anfang dreissig mit Kindern, Gärten, Tieren und Flüssen immerzu die Augen verschließen will. Ich weiß jetzt, dass man auch in dieser Lebensphase vieles steuern, bewegen, entscheiden kann. Wenn man sehenden Auges hineingeht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leah ist mittelschlecht versichert und lebt mit den zwei gemeinsamen Kindern zusammen, neun und elf Jahre alt. Bobs Krankheit hat die Ersparnisse der Familie dezimiert. Ich bin mir sicher, dass viele Menschen, die hier mitlesen, ihr völlig problemlos 100 Dollar geben könnten. &lt;a title="Typepad Tip Jar" href="http://www.typepad.com/services/tipjar/confirm?tj_xid=6w00e00998f266883301347fd41b31970c&amp;blog_xid=6a00e00998f266883300e55296bf6d8834" target="_blank"&gt;Tut es doch einfach&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</description><link>http://floriansiepert.com/post/531017224</link><guid>http://floriansiepert.com/post/531017224</guid><pubDate>Sun, 18 Apr 2010 19:09:56 +0200</pubDate><category>califmom</category></item><item><title>Ugly furniture. Because 1982 said so.</title><description>&lt;object width="400" height="254"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/8tqJx86xQJQ&amp;rel=0&amp;egm=0&amp;showinfo=0&amp;fs=1"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/8tqJx86xQJQ&amp;rel=0&amp;egm=0&amp;showinfo=0&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="254" allowFullScreen="true" wmode="transparent"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p&gt;Ugly furniture. Because 1982 said so.&lt;/p&gt;</description><link>http://floriansiepert.com/post/516287017</link><guid>http://floriansiepert.com/post/516287017</guid><pubDate>Mon, 12 Apr 2010 21:31:44 +0200</pubDate></item><item><title>Chris Cosentino erklärt Rinderherz.</title><description>&lt;object width="400" height="336"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/DO3it3VuAjE&amp;rel=0&amp;egm=0&amp;showinfo=0&amp;fs=1"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="wmode" value="transparent"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/DO3it3VuAjE&amp;rel=0&amp;egm=0&amp;showinfo=0&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="336" allowFullScreen="true" wmode="transparent"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p&gt;Chris Cosentino erklärt Rinderherz.&lt;/p&gt;</description><link>http://floriansiepert.com/post/498820839</link><guid>http://floriansiepert.com/post/498820839</guid><pubDate>Mon, 05 Apr 2010 21:57:01 +0200</pubDate></item><item><title>Sud</title><description>&lt;p&gt;Italien hat für mich jahrzehntelang in Rom aufgehört. Die Toskana war so schön, dass es irgendwie gierig gewesen wäre, weiterzufahren. Roma, Roma, Roma war so sehr italienische Stadt, dass auch diese Bedürfnisse final gestillt schienen. Bis ich 2008 zum ersten Mal nach Neapel reiste. Dieses Nearshore-Kalkutta hat mich so nachhaltig beeindruckt, dass ich vor einigen Wochen wieder an der dauerhaftesten Bahnhofsbaustelle Europas stand und anschliessend gleich noch andere Teile der Campania besucht habe. Natürlich könnte ich jetzt aus der Luciano-de-Crescenzo-Gedenkstereotypenliste epische Liebeserklärungen hier hinterlassen. Ich habe mich aber dazu entschlossen, da anzufassen, wo ich die verwundbare Stelle der meisten Leser hier vermute: In der Magengegend. Nachfolgend eine Ressourcenliste für gutes Essen in Campania. Viel mehr und viel qualifizierter schreiben natürlich die &lt;a title="Dos Hermanos on Napoli" href="http://www.doshermanos.co.uk/2010/03/dos-hermanos-go-napoli-just-one-more.html" target="_blank"&gt;Dos Hermanos&lt;/a&gt;, Robin war zeitgleich, wenn auch leider nicht gemeinsam, mit meinem kleinen Familienausflug in der Region.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Gegensatz zu unserer letzten Reise haben wir uns in Neapel keine gastronomischen Empfehlungen im Vorfeld geben lassen. Kleinkindbegleitung ist ungleich fünfgängige Abendessen, aber das ist in einer snackfixierten Stadt wie dieser auch nicht so wichtig. Ein Neapelbesuch ohne Pizza ist zwar denkbar, aber nutzlos. Die wirklich guten Anlaufpunkte in der Stadt sind mittlerweile alle mit einer „La vera pizza napoletana“-Plakette gekennzeichnet, tatsächlich reicht das glaube ich aus, um keine groben Fehler zu begehen. Das vielleicht netteste Restaurant diesbezüglich war Il Marino 1 auf der Via St. Lucia in Steinwurfnähe des Meeres. Pizze, die neben den zwei klassischen Varianten Margherita und Marinara noch um eine handvoll Ideen angereichert werden. In meinem Fall mit Salsiccia, die hier groß, grob und wenig scharf ist, und Friarelli, dünnen Stielen von blühendem Broccoli, der, nicht auf Blütengröße gezüchtet, eher an die chinesischen Vertreter der Gattung erinnert. Sehr nussig und ein sehr fröhlicher Partner von Wurst, ergo hochsympathisch. Die Pizza verbringt wenige Minuten in einem 650 Grad heißen Ofen, den Teig hat jemand gemacht, der darin sehr sehr gut ist und alle Zutaten haben eine außerordentliche Qualität. Eigentlich, so denkt man, eigentlich ist das wirklich nicht sehr schwierig. Aber &lt;a title="Die schlechteste Pizza der Welt" href="http://www.web-frauen.de/index.shtml?http://www.web-frauen.de/rezepte/pizza/hack-pizza.html" target="_blank"&gt;das große Scheitern&lt;/a&gt;, das einem auf deutschem Boden zu diesem Thema begegnet, ist fast nicht in Worte zu fassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Darüber hinaus interessiert sich Neapel sehr für Süßspeisen. Die mit crema gefüllte Sfogliatella, eine Art fritierter Blätterteig, und Baba, süßer Biskuit in Rum getränkt, sind die stärksten Vertreter der Gattung. Ich gehe gerne zur Pasticceria Mary in der Galeria Umberto I, direkt am Ausgang zur Via Toledo. Mary besteht nur aus einer Vitrine in der Nische eines Torbogens. Aber was für eine Vitrine.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a title="Süßes by Siepert77, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/siepert/4441623088/" target="_blank"&gt;&lt;img src="http://farm5.static.flickr.com/4029/4441623088_1cd8e2a007.jpg" alt="Süßes" width="500" height="375"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weiter nach Süden reisend trifft man auf den wahren Süßspeisengott der Campania. &lt;a title="Sal de Riso" href="http://www.deriso.it/" target="_blank"&gt;Salvatore de Riso&lt;/a&gt; hat im bergigen Tramonti eine kleine Manufaktur errichtet, in der er für eine Handvoll Läden die feinsten Torten und Dolci des Universums herstellt. Das Mutterschiff seiner Konditoreien liegt einige Kilometer abwärts, in Amalfis Nachbarort Minori. Am Eingang hängen zahlreiche Bilder von de Riso mit bekannten Kunden, nur zwei davon muss man gesehen haben, um sein Standing zu verstehen. Einmal ist er zusammen mit Karol Woytila zu sehen, benachbart grinst er mit Diego Maradona in die Kamera. Die weltliche und geistige Seligsprechung zugleich also, und keine dieser Weihen hat er zu Unrecht empfangen. Selbst scheinbar irrsinnige Konstruktionen wie Auberginen mit Schokolade und kandierten Früchten schmecken bei Salvatore de Riso wie klassische Standards der Patisserie, ohne die zu leben es sich nicht mehr lohnt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie eine Travestie erscheint es, dass nur zwei Strassen weiter in einer unscheinbaren und unregelmäßig geöffneten Manufaktur die leckersten Nudeln meines noch jungen Lebens hergestellt werden. Fussili, natürlich, das ist im Süden Pflicht. „Il Pastaiolo“ hält sich darüber hinaus aber weitgehend zurück, meine Güte, drei, vier andere Dinge wird man dort noch finden, aber es gibt eben keinen Grund, Anchovis-Marzipan-Maccharoni herzustellen. Und deswegen machen sie das auch nicht. Hilfreicher Weise setzt gleich  um die Ecke die Firma Manzi ihren Limoncello aus kleinen Zitronen an. Nach den vorgenannten Stationen ein sehr sinnvoller Verkostungszwischenstopp.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Noch effektiver ist es natürlich, die eineinhalb Stunden Treppenweg nach Ravello hinaufzusteigen, um den Kalorienzähler wieder ansatzweise zurückzusetzen. Die Trattoria Compa Cosimo in der Via Roma 48 macht jedoch jede Hoffnung zunichte, dieser Zustand könne länger anhalten. Bei der Bestellung von zwei Nudelgerichten noch eine Artischocke sott’olio, einen Teller hausgemachter Linguine und etwas Creme brulée aufs Haus zu bekommen lässt sich eigentlich nur damit erklären, dass unsere Familie einen Doppelgänger unter den Restauranttestern beherbergt. Das Essen bestand aus außerordentlich gut ausgeführter Hausmannskost, die Crespelle waren nachgerade himmlisch leicht. Und die Patronin des Hauses ist nicht nur aus oben genannten Gründen eine wunderbare Person. Ich fühlte mich temporär adoptiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Noch weiter im Süden, in der Sele-Ebene, stehen wieder Büffel im mittlerweile künstlich befeuchteten Matsch. Mozzarella di Bufala ist ein Produkt, das soweit von dem entfernt liegt, was sich supermarktbeliefernde deutsche Molkereiunternehmen darunter vorstellen, dass man sie anfangs kaum erkennt. Halbkiloschwer liegen die Käse, teilweise mit braunen Streifen versehen, plump und schwer in ihrer Lake. Sie schmecken nach etwas. Nach Mozzarella nämlich. Sehr lecker sind die Produkte der größeren Azienda &lt;a title="La Contadina" href="http://www.contadina.it/" target="_blank"&gt;La Contadina&lt;/a&gt;, die zudem den Vorteil haben, auch über die Region hinaus in kleinen Mozzarella-Boutiquen erhältlich zu sein. Wo am Ende der Ebene die Berge wieder bis ans Meer hinanreichen beginnt eine neue Landschaft: Der Cilento. Ich habe das Gefühl, dass man über diese Region in der näheren Zukunft hier wieder etwas lesen wird. Denn auch dort gibt es Nahrungsmittel. Ahntet ihr eventuell bereits.&lt;/p&gt;</description><link>http://floriansiepert.com/post/497865004</link><guid>http://floriansiepert.com/post/497865004</guid><pubDate>Mon, 05 Apr 2010 12:29:00 +0200</pubDate></item></channel></rss>
