Rezept: Papeta per Eeda

Wie lange ich kein Rezept mehr hier hinterlassen habe! Und wie sehr ich gestern abend nach überstandender Erkrankung nicht mehr im Stande war, ein anderes Wort außer herzhaft zu denken! Ein weiterer großer Auftritt des von mir vielgeliebten Kochbuchs „Parsi Food and Customs“ von Bhicoo J. Manekshaw. Er beginnt das Kapitel über Eier mit folgenden zauberhaften Worten:

„A love of eggs is a Parsi weakness. In the days of our forefathers having three to four eggs at a time was considered quite normal. I was aghast when my nephew told me about a friend of his who would swim from the beach at Government House in Bombay to Nariman Point and then have a breakfast of twelve eggs! Once, when he was driving to Mahabaleshwar, near Bombay, the people in the car in front started harrassing him. He stopped his car in front of theirs, forcing them to stop as well. The he walked up to the other car, tilted it over with his shoulder and strolled back to his own car! Well, that is what you can do after eating twelve eggs for breakfast!“

Ich könnte keine wärmere Empfehlung für ein Kochbuch aussprechen, zitiere aber gleichzeitig auch deswegen so liberal aus diesem Band, weil ich bislang noch keine Möglichkeit gefunden habe, ihn in Deutschland zu erwerben. Reisender, kommst Du nach Bombay, bring dieses Buch mit.

Papeta per Eeda für zwei bis drei Personen: Sechs festkochende, mittelgroße Kartoffeln schälen und in halbzentimeterdicken Scheiben bissfest garen. Währenddessen drei Zwiebeln in feine Scheiben schneiden, ein walnussgroßes Stück Ingwer und eine Knoblauchzehe fein hacken. In einer tiefen Pfanne mit Deckel oder einem großen, flachen Topf 70 Gramm Butter und zwei EL neutrales Öl erhitzen. Die Zwiebeln auf kleiner Hitze im Fett zart schmelzend garen, bis sie nach guten zehn Minuten beginnen, leicht Farbe anzunehmen. Ingwer, Knoblauch und jeweils einen TL Kurkuma und Chilipulver einrühren. Im Anschluss zwei grob gehackte Tomaten, eine kleine Handvoll Korianderblätter und einen Esslöffel Meersalz hinzugeben, bei weiterhin niedriger Hitze 3-4 Minuten ziehen lassen. Jetzt die Kartoffeln untermengen, dabei vorsichtig vorgehen, um die Scheiben intakt zu halten. An einigen Stellen Einbuchtungen in das Gemüse drücken und je nach Anzahl der Mitesser 4-6 Eier in diese Lücken geben. Die Eier salzen und einen Deckel auf Pfanne oder Topf geben. Die Eier stocken lassen. Ich kann dieses Gericht und seine stabilisierende Wirkung gar nicht genug loben. Herrlich!

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